Slowenien
Das Gute liegt so nahe

Vielfalt im Süden: Was Slowenien zu bieten hat

Slowenien ist gerade einmal wenige Autostunden von Österreich entfernt. Das Land punktet durch seine Vielfältigkeit und sein Gespür für Details.

Slowenien ist Europa in Miniatur, das schrieb ein US-amerikanischer Journalist einmal. Diese Aussage trifft es ziemlich gut, denn Slowenien lassen sich auf kurzen Wegen ganz unterschiedliche touristische Ziele erreichen. Von der Kultur und Architektur in den Städten Maribor und Ljubljana über die Bergwelt im Norden bis hin zum Meer im Südwesten. Insgesamt 47 Kilometer am Meer hat Slowenien zu bieten.

Die Hauptattraktion sind jedoch die Berge. Besonders der 2.864 Meter hohe Triglav an der Grenze zu Österreich im Nordwesten des Landes. Eine Tour zu seinem Gipfel setzt jedoch einige Bergsteiger-Erfahrungen voraus. Wer es gemütlicher angehen möchte, kommt ebenfalls auf seine Kosten. Mit seinen 83.000 Hektar ist man im Triglav-Nationalpark mehr als nur gut aufgehoben.

Mit seinen Schluchten, kargen Hochebenen und reißenden Wasserfällen zählt der Park zu den schönsten naturbelassenen Arealen der Alpen. In der urwüchsigen Landschaft ist die Region mit zahlreichen Schutzhütten, markierten Wegen und gesicherten Klettersteigen gut erschlossen.

Aber auch rund um die Städte Bled und Kranjska Gora lässt es sich hervorragend wandern. In diesen Regionen ist das Netz der Wanderwege gut ausgebaut, auf den Berghütten werden deftige Suppen und herzhafte Jausen serviert.

Einen ganz besonderen Reiz versprüht auch die so genannte „Unterwelt“ Sloweniens. Das ist ein weit verzweigtes Fluss- und Höhlensystem, in der zerklüfteten Landschaft des Karst. Rund um die Schauhöhle Postojnska jama, durch die sogar ein kleiner Besucherzug rollt, kann der Besucher an mehreren Stellen in die Erde steigen. Wer es ruhiger mag, sollte die Grotten von Skocjan besuchen. Seit 1986 gehört diese Höhle, durch die der Fluss Reka fließt, zum Naturerbe der UNESCO.

Auf dem Karst grasen die berühmtesten weißen Pferde der Welt, die Lipizzaner, vielen aus der Wiener Hofreitschule bekannt. In dem südwestlichen Zipfel von Slowenien werden die edlen Rösser seit mehreren hundert Jahren im Gestüt von Lipica gezüchtet. Für Besucher gibt es nicht nur Führungen durch die Ställe und Dressurvorführungen, sondern erfahrene Reiter dürfen auf den Rassepferden auch Unterricht nehmen.

Land der 52 Weine

Warum nicht statt im Veneto den nächsten Wein-Urlaub in Slowenien verbringen?

Klein, aber fein. So lässt sich nicht nur Slowenien als Land beschreiben, sondern auch die hier angebotenen Speisen und Weine. Auf eigens angelegten „Wein-Routen“ (64 an der Zahl!) lässt sich ganz famos von einer „Osmica“-Ausschank zur nächsten reisen.

Drei Genuss-Regionen

Slowenien befindet sich inmitten des europäischen Weinbaugürtels; verschiedene Klimata und unterschiedliche Böden führen hier zu einer besonderen Vielfalt an Rebsorten – 52, um genau zu sein. Diese werden in drei Weinbauregionen und 14 Weingegenden angebaut. Im Nordosten rund um das malerische Städtchen Maribor und entlang der Drau befindet sich die sogenannte Podravje. Im Südosten des Landes liegt die Posavje, benannt nach Sloweniens größtem Fluß, der Sava mit den bekannten Weinbaugegenden Dolenska und Bela Krajina. Hier wird unter anderem der berühmte Cviček, ein „Mischling“ aus roten und weißen Trauben, angebaut. Sloweniens dritte Weinbauregion befindet sich im Westen an der Küste – die Primorska. Sie ist für den köstlichen Teran bekannt, ein kräftiger, fruchtiger Rotwein.

Slowenische Besonderheit – die Zeit von „Osmica“

Gustieren lässt sich in Slowenien am besten im Rahmen der sogenannten „Osmica“. So öffnen lokale Betriebe, Bauernhöfe genauso wie Weingüter, üblicherweise zwischen November und Juni ihre Türen, um vorbeikommenden Besuchern ihre hausgemachten kulinarischen Spezialitäten anzubieten. Das slowenische Wort „osmen“ bedeutet übrigens acht und verweist damit auf ein von Maria Theresia erlassenes Gesetz, demzufolge es lokalen Weinbauern gestattet wurde, ihre Produkte acht Tage im Jahr steuerfrei zu verkaufen, um Platz für neue Weine in ihren Kellern zu schaffen.

Am schönsten ist es, im Urlaub den Zufall walten zu lassen und einfach den typischen „Osmice“-Wegweisern, den sogenannten „fraske“, kleinen angespitzten Holzbrettchen, an manchen Orten geschmückt mit einem umgekehrten Lorbeer-Zweigchen, zu folgen. Wer weniger Zeit hat, kann jedoch ebenso einen Blick auf die Liste der Orte, an denen normalerweise „Osmica“ stattfindet, werfen. Zum Wein gibt es dann frisch gebackenes Brot, Würste, Eier, Schweinefilet mit Kohl, Karstschinken, hausgemachte Nachspeisen und vieles mehr.

Übernachten im Weinberg

Wer sich auf eigene Faust oder entlang der ausgeschilderter Routen auf den Spuren des Weins durch Slowenien begibt, findet dabei auch die eine oder andere besondere Unterkunft. So bietet etwa die Gegend Dolenjska im Südosten eigene Weinberghäuschen („zidanice“) für Übernachtungen an. Die ab dem 18. Jahrhundert erbauten kleinen Häuser direkt am Rand der Weinberge dienten ursprünglich als Wirtschaftsgebäude zur der Lagerung von Handwerkszeug; mittlerweile wurden einige von ihnen zu Gästezimmern umgebaut.

So etwa das Škatlar-Weinberghäuschen oberhalb von Paha, eine gute Autostunde von Ljublijana entfernt. Das vor rund 180 Jahren aus Holz und Stein errichtete Haus mit Strohdach ist die älteste für Touristen bewohnbare Unterkunft seiner Art. Herrlich ist der Blick über das sanfte Hügelland und die Weinberge, an dessen Rand sich das Häuschen befindet – der perfekte Ort um zu entspannen und den lokalen Cviček zu verkosten, die Weinspezialität der Region Dolenjska. 15.000 derartige Häuschen soll es in der romantischen Hügellandschaft im Süden Sloweniens geben, die auch durch ihre Burgen, Schlösser und warmen Flüsse besticht.

Vieles gäbe es noch zu sagen über die slowenischen Weine – wer kommt, lässt sich am besten überraschen und nimmt genügend Zeit mit, um Neues zu entdecken.

Wellness mit Mehrwert in Slowenien

Ferienzeit ist Zeit zum Erholen und Genießen. Perfekt also, für einen Wellnessurlaub.

Für wen Erholung mit Wohlfühlen und Verwöhnen einhergeht, kennt sich in der Welt der Wellnesshotels und Angebote bestens aus. In diesem Fall ist Slowenien mit Sicherheit eine feste Größe in der möglichen Urlaubsplanung. Für Wellnessneulinge gilt vorerst, sich von der Qualität Sloweniens als Wellnessziel Nummer 1 überzeugen zu lassen.

Die üppige Natur mit sanften Hügeln, dichten Wäldern und sattem Grün verschafft schon bei der Anreise Erholung für die Sinne. Der Geruch nach Natur und sauberer Luft ist für viele Städte bereits die erste Möglichkeit die Sorgen des Alltags zu vergessen. Slowenien bietet in seinen Wellness-Hotels und Unterkünften durchweg die Möglichkeit, sich im Einklang mit der Natur zu erholen.  Heilbäder und Quellen greifen auf jahrhundertealte Ressourcen des Landes zurück. Bereichert durch die moderne und kompetente Ausbildung der Therapeuten und Masseuren und ergänzt durch die nachweislich erfolgreichsten Entspannungstherapien aus aller Welt, wird Slowenien zum Zentrum der Erholung.

In zahllosen Thermalbädern im ganzen Land, wie zum Beispiel Olimje in Podčetrtek, Dobrna, Čatež, Thermana Laško oder das Thermalbad in Moravske toplice wird viel Wert auf ökologische und zeitgemäße Behandlungstraditionen gesetzt. So spielen Massagen, Therapie, Bäder und Verwöhnprogramme mit lokalen Ingredentien wie Wein und Bier genauso eine große Rolle wie traditionelle und altbewährte Heilprogramme, wie Meeresalgenbehandlungen und Aromatherapien. Während die Therme Topolsica ihre Besucher mit einer extra angelegten Eishöhle von chronischen Schmerzen befreit, lässt es sich bei einer Thalassoanwendung im therapeutischen Thalassozentrum Salsia an der Adria erholen und entspannen.

Wellness in Slowenien bedeutet immer, die natürliche Umgebung ins Verwöhnprogramm mit einzubeziehen. Ob an der Adriaküste oder im waldigen Hinterland, für jedes Bedürfnis findet sich im Land garantiert die passende Unterkunft.

Gut erholt und voller Energie geht es dann auf zu aktiven Erlebnissen oder Streifzügen durch Sloweniens Städte, Sehenswürdigkeiten und Natur. Verwöhnen Sie Ihre Sinne mit traditioneller Küche und exzellenten lokalen Weinen.

Lassen Sie sich verwöhnen

Aktiv im Urlaub: Familienabenteuer in Slowenien

Slowenien bietet für aktive Familien eine Vielzahl an Attraktionen.

Wer nach Slowenien auf Urlaub fährt, denkt möglicherweise zunächst an die Großstädte Laibach und Marburg. Zugegeben, die Hauptstadt und ihr „kleiner Bruder“ sind sehenswert, tatsächlich hat Slowenien aber viel mehr zu bieten. Gerade für Familien hält das Land mit knapp zwei Millionen Einwohnern zahlreiche Abenteuer parat und trumpft durch atemberaubende Natur auf.

Wer frische Luft und schöne Landschaften genießen möchte, für den könnte ein Wanderurlaub in den Bergen Sloweniens genau das Richtige sein: 10.000 Kilometer markierte Wanderwege und 175 Berghütten sind nur zwei Argumente, einen Familien-Wandertrip durch die naturbelassenen Gegenden zu planen. Auch in der wärmeren Jahreszeit bietet zum Beispiel das Skigebiet Kranjska Gora inmitten der Julischen Alpen viele Möglichkeiten für Aktivitäten. So können Wanderer zur Dreiländergrenze oder auf diverse umliegende Gipfel streben und von dort den Ausblick genießen. Eine absolut sehenswerte Destination sind auch der Triglav-Nationalpark und das angrenzende Bled, wo es den berühmten See mit seiner Insel zu bestaunen gibt. Eines ist klar: Egal, ob Action-Urlaub oder gemütlicher Wanderspaß, in Slowenien wird jeder fündig.

Für Familien, denen die eigenen Füße nicht das bevorzugte Fortbewegungsmittel sind, könnte ein Fahrradurlaub eine Überlegung wert sein. Bestens geeignet für eine Radtour ist schon Laibach, wer aber weit weg will vom Trubel, für den bieten sich die Alpen Sloweniens an. Aber Hobbysportler können beruhigt sein: Es handelt sich bei den dortigen Radstrecken keineswegs nur um mühsame Bergetappen, auch gemütlichere Routen stehen zur Auswahl. Wer gar keine Steigungen will, kann in der Pannonischen Ebene Sloweniens, beispielsweise im Nordosten des Landes, aufs Rad steigen – hier kann Ptuj, die älteste Stadt Sloweniens, besichtigt werden.

Nach einer anstrengenden Wanderung oder Radtour sehnen sich Familien nach einer kühlen Erfrischung: Dafür bietet Slowenien nicht nur das Meer, sondern auch eine Vielzahl an Seen, Flüssen, Schwimmbädern und Wasserfällen. Wie wäre es zum Beispiel mit der grünen Soča, einer der ursprünglichsten Flüsse der Alpen? Wer auch im Wasser die Action sucht, kann sich dort beim Rafting seine Extraportion Adrenalin holen. Eine Kombination aus Schwimmen und Wandern ist die Trendsportart Canyoning – dabei wird in Bächen gewandert und es wird Wände hinaufgeklettert, auch Sprünge in steile Schluchten gehören dazu.

Wer ganz hoch hinaus will, sollte sich einen der zahlreichen Abenteuer- und Kletterparks Sloweniens ansehen: Eingebettet in die Landschaft, kann hier in luftiger Höhe der innere Schweinehund besiegt oder die persönlichen Fertigkeiten getestet werden. Der Cerkno Fun Park sowie die Abenteuerparks in Postojna, Geoss oder Bled sind dafür bestens geeignet.

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Natur pur: Die wilde Seite von Slowenien

In kaum einem anderen Land Europas gibt es so viel unberührte Natur zu sehen.

Die Alpen zählen – wie wir in Österreich ja wissen – zu den schönsten Regionen der Welt. Für Naturliebhaber, die sich nach besonders unberührter Natur sehnen, ist aber eine Reise in das nahe Slowenien wärmstens zu empfehlen. Von den Alpengipfeln bis zur Adriaküste gibt es hier für jeden etwas und es mangelt nicht an Möglichkeiten, die typische Fauna und Flora zu bestaunen. Ein Beispiel ist der Triglav-Nationalpark, der seinen Namen vom höchsten Gipfel Sloweniens bekommen hat – hier warten geschützte Naturschönheiten und unzählige Kilometer an Wanderwegen. Nahe des Berges Triglav befindet sich der malerische See von Bled, der eine Besonderheit zu bieten hat: In seiner Mitte gibt es eine Insel mit einer gotischen Kirche zu bestaunen.

Auch ein Abstecher in das Soča-Tal ist ein tolles Erlebnis. Die Soča zählt zu den schönsten und außergewöhnlichsten Flüssen Europas und besticht durch ihre smaragdgrüne Färbung. In seinem Lauf ist der Fluss vor allem durch Stromschnellen, enge Schluchten und zahlreiche Wasserfälle gezeichnet und bietet dadurch an vielen Stellen ein Spektakel. Wer Action mag, versucht sich im Rafting oder Canyoning, wer es lieber gemütlicher angeht, probiert das Fliegenfischen in der Soča. Die Küstenstadt Piran an der Adria lockt mit einer Besonderheit: In der Nähe befinden sich Salinen; schon seit hunderten Jahren wird hier Salz abgebaut.  Im nahen Landschaftspark Strunjan ragt die felsige Küste eindrucksvoll aus dem Meer.

Im Sommer bietet ein Besuch in der Höhle von Postojna die perfekte Abkühlung. Nicht umsonst ist dies die meistbesuchte Schauhöhle Europas; seit 140 Jahren werden Menschen mit der Höhlenbahn zum Herz des Berges geführt. Ein weiteres Schmankerl ist die Burg Predajma, die unterirdisch mit der Grotte verbunden ist und ebenfalls einen Weltrekord hält: Sie ist die größte Höhlenburg der Welt. Auch das Pannonische Slowenien und seine Landschaften bieten Natur pur: Weitläufige Ebenen, hügelige Regionen und unzählige Weingärten laden zum gemütlichen Wandern und Spazieren ein. Slovenske Gorice, das Hügelland an der Grenze zur Steiermark, ist ganzjährig ein beliebtes Ziel.

Grün ist nicht umsonst die Landesfarbe von Slowenien: Ganz in der Nähe von Marburg ist viel von der Farbe der Hoffnung zu erspähen, betritt man die Weiten des Pohorje-Gebirges. Anders als die Alpen ist dieses Gebirge ein Mittelgebirge, die Gipfel sind weniger hoch; es mangelt nicht an Wanderrouten von gemütlich bis anstrengend. Hier gibt es außerdem zahlreiche unberührte Torfmoore, einen echten Urwald und Wasserfälle zu bewundern.

Slowenien tut viel, um seine natürlichen Schönheiten zu bewahren – und das kommt den Besuchern zu Gute: In kaum einem anderen Land in Europa spielt die Natur eine dermaßen große Rolle.

Kulturtrips nach Slowenien

Das landschaftlich vielseitige Slowenien ist bereits eine Attraktion für sich. Es ist das erste Land der Welt, das zur Gänze zum grünen Reiseziel erklärt wurde. Von Bergen und Tälern über Wälder und Küste mit Strand – der erst seit 1991 unabhängige Staat zwischen Österreich und Kroatien bezaubert mit unnachahmlicher Reichhaltigkeit an Natur- und Kulturschätzen.

Wer sich der slowenischen Kultur in ihrer Gänze widmen möchte, beginnt seine Kulturreise am besten in Bled und am zugehörigen Bleder See. Der Alpensee mit Sloweniens einziger Insel ist seit Jahrhunderten ein Ort der Zusammenkunft. Umgeben von einzigartiger Natur, lässt sich bei der Überfahrt mit einer traditionellen Pletna das klare Wasser des Sees bewundern und das Bergpanorama bestaunen.

Wer die Kirchenglocke der auf der Insel gelegenen Kirche Mariä  Himmelfahrt läutet, dem sollen alle Wünsche erfüllt werden. Ein Versuch wäre es Wert. Die beste Aussicht auf die Region haben Sie jedoch von einem anderen Ort aus. Bereits in der Gegend, sollte die beliebte Burg Bled definitiv auf der Besuchsliste stehen. Die mittelalterliche Architektur und lebendige Geschichte Sloweniens lässt sich hier hautnah erfahren. Wem anschließend eher nach Abenteuer zu Mute ist, der besucht eines der slowenischen UNESCO Weltkulturerben. Die Höhlen von Škocjan, mit dem größten unterirdischen Canyon Europas, sind mit ihren 26 Wasserfällen und den bis zu 15 Meter hohen Tropfsteinen ein echtes Highlight.

Die Höhlen werden gespeist vom dort subterran fließenden Karstfluss, der mit der etwas weiter westlich gelegenen Karstregion seinen Namen teilt. Dort findet sich die einmalige Landschaft, die die berühmten Lipizzaner-Pferde ihre Heimat nennen. Besucher können das 1580 gegründete Heimatgestüt in Lipica besuchen und die Anmut der Tiere bei Reitvorstellungen und Trainings bewundern.

Ganz im Südwesten des Landes, bereits an der Mittelmeerküste erwartet den Besucher dann ein weiteres, einzigartiges Highlight. Die Küstenstadt Piran mit ihren Salinenfeldern, gilt weithin als schönste Stadt des mediterranen Sloweniens. Wer einmal dort war, wird verstehen warum. Die malerische Stadt umgeben von tiefblauem Meer, wartet auf den Besucher mit zahlreichen kulturellen Highlights. Schmale Gassen führen zum kosmopolitischen Küstenufer und laden zum Durchatmen ein. Ein Besuch der Salinenfelder, das bis heute nach alten Verfahren die Salzblüte gewinnt, gehört ebenso zum Besuch wie eine Radtour durch das Umland. Wen es danach nach mehr Urbanität gelüstet, findet sein Ziel in der Hauptstadt Ljubljana.

Die besten Tipps für ein Wochenende in Ljubljana

Ljubljana ist nicht nur Sloweniens größte und gleichzeitig Hauptstadt, sondern gehört zu den grünsten und lebenswertesten Städten Europas.  Vergangenes Jahr konnte die Stadt sogar den Titel der grünen Hauptstadt Europas für sich beanspruchen.  Der Verzicht auf Autos in der Innenstadt und die unberührten Flussufer der Ljubljanica, machen die Hauptstadt vor allem im Sommer zu einem beliebten Ziel für Städtereisen.

Die,  mit knapp 290.000 Einwohnern verhältnismäßig geringe Größe, wird für Ljubljana nicht zum Nachteil, sondern hebt ihren ganz persönlichen Charakter und individuellen Charme noch deutlicher hervor. Würde man Ljubljana mit anderen europäischen Metropolen vergleichen wollen, müsste man am ehesten Berlin heranziehen. Zwar ist die slowenische Hauptstadt von weitaus geringerer Größe jedoch begeistert sie den Besucher ähnlich wie die deutsche Hauptstadt durch einen ganz eigenen Flair.

Individualität, slowenische Kultur und die Einflüsse der kunterbunten Geschichte prägen das Stadtbild und die Menschen. Künstlerische Vielfalt trifft in Ljubljana auf entspannte Atmosphäre und interessante Architektur.  Wer also auf einen Wochenendbesuch in die slowenische Hauptstadt kommt, hat die Chance seine Sinne auf vielfältige Art und Weise berauschen zu lassen.  Um die ultimative Ljubljana-Erfahrung zu machen und einen möglichst umfassenden Eindruck des besonderen Flairs gewinnen zu können,  macht es Sinn mit einem Besuch der Ljubljana Burg zu starten.

Im Osten der Altstadt gelegen, thront die Burg seit dem frühen 16. Jahrhundert über der Stadt. Wer sich den Aufstieg, nicht jedoch die Aussicht sparen möchte, erklimmt den Berg ganz leicht mit der Seilbahn. Durch die Glaswände lässt sich schon bei der Fahrt hinauf, ein erster Eindruck über die Schönheit der Stadt gewinnen. Beim anschließenden Gang in die Altstadt sollte man über die Zmajski Most, die Drachenbrücke,  gehen. Wahrzeichen der Stadt wurde sie zu Ehren Kaiser Franz Josef im Jahre 1901 gebaut.  Anschließend empfiehlt sich ein gemütlicher Spaziergang durch die Altstadt.

Besonders hervorzuheben und relativ schwer zu verfehlen ist  hier  der Preserenplatz, das Herzstück der Metropole.  Auf dem historischen Platz finden sich Kernstücke der slowenischen Architektur, wie zum Beispiel das Preseren Denkmal oder  ein Besuch der Franziskanerkiche.  Eine gute Möglichkeit, sich der Kultur des Landes zu nähern. Wen der Spaziergang schon hungrig gemacht hat, ist in Ljubljana nicht schlecht aufgehoben.

Aber auch hier heißt es wie immer, wenn man in einem fremden Land ist:  Erlebe das Land wie ein Einheimischer. Das bedeutet:  Die nächste Station  ist daher entweder der freitägliche Food-Market „Open Kitchen“ oder eine  organisierten Food-Tour, etwa von Ljubljananjam oder geleitet vom Online-Guide Taste Ljubljana.  Anschließend lässt es sich der erste Tag an einem der beliebtesten Plätze der Stadt ausklingen. Das Ufer der Ljubljanica lädt aufgrund seiner autofreien Zone zum Schlendern und Verweilen ein. Es reihen sich Lokale und Cafés nacheinander und bieten Sonnenplätze, an denen sich die nächste Station der Reise wunderbar planen lässt. In derselben Gegend findet ein weiteres Highlight der Stadt statt,  nämlich der sonntägliche Flohmarkt. Von 8 bis 14 Uhr kann man hier durch Krimskrams stöbern, Souvenirs ergattern oder sich ganz einfach vom lebhaften Flair berieseln lassen.  Um den perfekten Abschluss zu finden, empfiehlt sich eine Bootstour auf dem grün-schimmernden Fluss. Mit dem Lake Craft- Holzboot lässt sich die Stadt aus einer ganz neuen Perspektive entdecken. Das hölzerne Boot verleiht zusätzlich ganz urigen Charme.

Die schönste Stadt entdecken

Potica & Co: Kulinarik aus Slowenien

Das Nachbarland hat eine Vielzahl regionaler Spezialitäten zu bieten. Dazu ein traditionelles Rezept für eine Potica.

Wer in Slowenien unterwegs ist, erlebt in Sachen Natur und Kultur einiges. Solche Erlebnisse machen rasch hungrig, aber keine Angst: Auch in kulinarischer Hinsicht hat Slowenien viel zu bieten.

Das wohl bekannteste slowenische Gericht ist die Potitze (slowenisch Potica), ein Gebäck aus Hefeteig mit verschiedenen Füllungen. Traditionell wird diese Leckerei an Festtagen verspeist und es ist Sitte, dass Mütter ihren Töchtern das Backen beibringen. Die herkömmlichsten Sorten sind unter anderem Senf-, Walnuss-, oder Topfen-Potica – es gibt jedoch mehr als 80 verschiedene Varianten. Der Name ist hier außerdem Programm: Potica bedeutet im Slowenischen so viel wie „Einwickeln“ und darum geht es auch bei der Potitze, denn die verschiedenen Füllungen werden in den Teig eingerollt und dann entweder in einer Backform oder direkt im Ofen gebacken. Wo gibt es die beste Potitze Sloweniens? Prinzipiell ist es wie in Österreich mit dem Schnitzel: Das Gericht gibt es in so gut wie jedem Lokal des Landes und viele Slowenen beherrschen die Kunst des Potitze-Backens hervorragend; als Geheimtipp gilt jedoch der Bleder Potičnica. Wem die klassische Potitze zu wenig ausgefallen erscheint, der sollte die neuen Mini-Poticas (lePotičke) probieren.

Natürlich hat die slowenische Küche aber noch deutlich mehr zu bieten als diese traditionelle Festbäckerei. Dabei gibt es geographisch große Unterschiede, so schmeckt die Küche der Küstenregionen anders als jene des Flachlands oder der Alpenregion. Beeindruckend ist vor allem die Anzahl der typischen Speisen, gibt es doch insgesamt 170 von ihnen, sowie zahlreiche lokal angebaute und hergestellte Käse- Wurstsorten; auch an typischen Ölen mangelt es nicht.

Zum Essen gibt es zahlreiche Möglichkeiten, den aufkommenden Durst zu stillen – wer aber nach einer erstklassigen Variante sucht, sollte auf ein Gläschen slowenischen Weins zurückgreifen: Insgesamt gibt es drei international prämierte Weinbaugebiete, wobei diese in weitere 14 Weingegenden eingeteilt sind. Welche Weinsorten sollten wo probiert werden? In Posavje empfiehlt sich der Cviček, in Primorska der Teran und in Podravje die Weißweine wie etwa der Traminec. Der slowenische Weinbau hält sogar einen Weltrekord: In Marburg gedeiht seit fast 500 Jahren die älteste Weinrebe der Welt.

Alle, die beim Lesen schon Lust auf slowenische Kulinarik bekommen haben, können sich nun ein Stück davon zu sich nach Hause holen und zwar mit unserem Rezept für die Potitze. Allerdings: Am besten schmeckt es wahrscheinlich doch in Slowenien….

Slowenien hautnah erleben
Slowenien Potitze

Rezept Potitze

Den Teig an einem warmen Ort zubereiten. Das Mehl mit Salz vermengen und die Hefe mit einem Teelöffel Zucker, 2 Esslöffeln Mehl und 50 ml lauwarmen Wassers oder Milch vermischen. An einem warmen Ort aufgehen lassen. In der Mitte des Mehls eine Kuhle bilden und die geschlagenen Eier, Hefe, geschmolzene Butter und Zucker hineingeben. Während des Mischens nach und nach die lauwarme Milch unterrühren. 15 Minuten schlagen bzw. bis sich Bläschen bilden und sich der Teig von der Schüssel löst. Den Teig mit Mehl bestreuen, mit einem Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort aufgehen lassen. Für die Füllung zerkleinerte oder gemahlene Walnüsse mit gesüßter Milch überbrühen. Den Honig erhitzen, bis er flüssig ist. Zu den Walnüssen geben und Zimt untermischen. Die Füllung etwas abkühlen lassen, dann ein bis zwei Eier hinzufügen und glatt unterrühren. Den Teig einen halben Zentimeter dick ausrollen und mit der noch warmen Füllung bestreichen. Fest zusammenrollen und in die Backform geben. Die Potitza langsam aufgehen lassen. Im Backofen wird sie später noch etwas höher. Vor dem Backen mit verquirltem Ei bestreichen. Eine Stunde backen, danach in der Backform noch 15 Minuten abkühlen lassen. Je nach Wunsch mit Zucker bestreuen.

Zutaten für den Hefeteig:

  • 1 kg Mehl
  • 30 g Hefe
  • 3–4 Eidotter
  • 300 ml lauwarme Milch
  • 120 g Butter
  • 1 Teelöffel Salz
  • 2 Esslöffel Zucker
  • Fett für die Backform

Zutaten für die Füllung:

  • 600–700 g Walnüsse
  • 200 g Honig
  • 50 g Zucker
  • 100–200 ml Milch
  • 1 Ei
  • Zimt
  • etwas Rum oder hausgebrannten Schnaps

In Slowenien kocht die beste Köchin der Welt

Kulinarische Gaumenfreuden in Slowenien. Ana Roš wurde zur besten Köchin der Welt gewählt. Sie kocht im Hiša Franko in Kobarid.

Kulinarisch hat Slowenien einiges zu bieten. Neben den urigen Hütten in den Bergen auch zahlreiche nette Restaurants in den Städten. Und dann gibt es gerade einmal eine Autostunde vom österreichischen Arnoldstein entfernt das Lokal Hiša Franko in Kobarid im oberen Sočatal, in dem Ana Roš aufkocht. Kennen Sie nicht? Die Slowenin wurde vor wenigen Wochen vom britischen Magazin „Restaurant“ zur besten Köchin der Welt gewählt.

Im Alter von sieben Jahren startete sie eigentlich ihre Skikarriere, die sie jedoch mit 18 Jahren beendete. Anschließend ging sie nach Triest, um Diplomatie zu studieren. Gerade als sie ihren Job in der Europäischen Kommission antreten wollte, lernte sie ihren Mann kennen. Er stammt aus einer Gastronomiefamilie. Somit wurde sie keine Diplomatin zum Servicepersonal in der Küche, wo sie ihre Liebe zum Kochen entdeckte und sich zur Küchenchefin hocharbeitete.

„Mein Vater ist wirklich stolz. Meine Mutter denkt noch immer, dass es großartig wäre, eine weitere Diplomatin in der Familie zu haben. Für sie ist es nur kochen“, sagt Roš. „Durch ihre Präzision, Aufmerksamkeit für Details und ihre Vorstellungskraft gehört sie zu einem wahren Leader in der globalen Gastronomie“, so Jury-Mitglied William Drew: „Ihre Leidenschaft für lokale Produkte, ihr Einsatz für Mitarbeiter und ihr Bestreben, die Kochkunst in ihrer Heimat Slowenien weiter zu entwickeln, machen sie zu einer inspirierenden Vorreiterin.“

Ihr Restaurant Hiša Franko gehört zu den wichtigsten Adressen im Alpenraum. Das Lokal befindet sich in einem im Jahr 1860 erbauten Gebäude. Anas Kochstil wird durch die benachbarten Länder Österreich, Italien und Ungarn beeinflusst. Valter Kramar, ihr Ehemann, ist ein weit über die Landesgrenzen hinaus bekannter Sommelier, der ihr tagtäglich zur Seite steht.

Von Gault Millau wurde das Lokal mit zwei Hauben bewertet: „Kobarid ist eine reizende kleine Siedlung im oberen Sočatal und wäre da nicht das italienische Gefallenendenkmal, kaum jemand würde ahnen, dass hier während des Ersten Weltkriegs erbitterte Schlachten tobten. Heutzutage explodieren gottlob nur die Geschmacksknospen, wenn Ana Roš und ihr Team im Hiša Franko zur Höchstform auslaufen.“

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